Russland bietet der freien Welt eine Alternative

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Ministerpräsident Vladimir Putin habe, als er von den höchsten russischen Generälen gefragt wurde, auf welches Bedrohungsszenario sie die russische Armee vorbereiten sollen, geantwortet, sie mögen Russland auf die Situation von Armageddon vorbereiten. Vladimir Putin hat nun, im Rahmen seines erfolgversprechenden Wahlkampfes um die russische Präsidentschaft, seinen sechsten programmatischen Artikel publiziert. In dem Artikel legt Vladimir Putin dar, wie er als Präsident gedenkt, die russischen Streitkräfte in den nächsten zehn Jahren weiterzuentwickeln.

Vladimir Putins Planung kommt einer Antwort auf eine Bedrohung durch Armageddon recht nahe. Die Lageeinschätzung von Vladimir Putin ist überaus realistisch:

Was hat es für uns auf Lager, “das kommende Jahrhundert?”

Die Wahrscheinlichkeit eines globalen Krieges der Atommächte gegeneinander ist niedrig, würde eine solche doch das Ende der Zivilisation bedeuten. Bis jetzt ist das “Pulver” der strategischen nuklearen Streitkräfte, geschaffen durch riesige Arbeit unserer Väter und Großväter, “trocken” geblieben, und niemand wagt es, eine großangelegte Aggression gegen uns zu entfesseln.

Gleichwohl muss man jedoch beachten, dass die wissenschaftlichen und technischen Fortschritte in verschiedenen Bereichen, angefangen von der Entstehung neuer Arten von Waffen und Kriegstechniken bis hin zu den Informations- und Kommunikationstechnologien, zu einer qualitativen Veränderung des Charakters von kriegerischen Schlachten geführt haben.

Also, was die starke Bedeutung von nicht-nuklearen Langstreckenwaffen betrifft, so zeigt sich umso mehr der Trend, sie als entscheidendes Mittel zum Sieg über den Feind zu sehen, einschließlich im Fall eines globalen Konflikts.

Eine große – wenn nicht die entscheidende – Bedeutung bei der Bestimmung der Art der Kriegsführung haben die militärischen Kapazitäten der Länder im Weltraum, auf dem Gebiet der informationstechnischen Angriffsabwehr und – an erster Stelle – im Cyberspace. Und auf längere Sicht sind das die Schaffung von Waffen, die auf neuen physikalischen Prinzipien (Strahlung, geophysikalisch, Welle, genetisch, psycho-physisch, etc) basieren. All dies, zusammen mit Atomwaffen, ergibt qualitativ neue Instrumente, um politische und strategische Ziele zu erreichen. Diese Waffensysteme sind von den Ergebnissen her vergleichbar mit dem Einsatz von Atomwaffen, doch sie eher “akzeptabel” unter den gegebenen politischen und militärischen Rahmenbedingungen. So wird die Rolle des strategischen Gleichgewichts der nuklearen Abschreckungskräfte zur Verhinderung von Aggression und Chaos allmählich abnehmen.

Vor unseren Augen blinken überall neue regionale und lokale Kriege. Es gibt Bereiche der Instabilität und künstlich angeheiztes, kontrolliertes Chaos. Dabei sind das zurückverfolgt absichtliche Versuche, solche Konflikte in unmittelbarer Nähe der Grenzen Russlands und unserer Verbündeten zu provozieren. Wir sehen, wie die grundlegenden Prinzipien des Völkerrechts abgewertet und zerstört werden. Gerade im Bereich der internationalen Sicherheit.

Russland kann sich unter diesen Bedingungen nicht nur auf diplomatischer und wirtschaftlicher Verfahren zur Beseitigung von Widersprüchen und Konflikten verlassen. Unser Land steht vor der Aufgabe der Entwicklung der militärischen Fähigkeiten im Rahmen einer Eindämmungsstrategie und dem Erreichen einer unabhängigen Verteidigung. Und die Streitkräfte, Geheimdienste und andere Strafverfolgungsbehörden müssen bereit sein, schnell und effektiv auf neue Herausforderungen zu reagieren. Dies ist eine notwendige Bedingung dafür, dass Russland sich sicher fühlen kann, und die Argumente unseres Landes in den verschiedenen internationalen Formaten von unseren Partnern wahrgenommen werden.(etwas frei übersetzt vom Parteibuch mit Hilfe von Google)

Recht hat Vladimir Putin. Im Jahr 2007 hatte Vladimir Putin auf der Münchner Sicherheitskonferenz mit ausgesprochen deutlichen Worten die aggressive und vertragsbrüchige Politik der NATO-Staaten kritisiert, die auf die Einkreisung, Einschnürung und Destabilisierung von Russland und seinen Freunden abzielt. Die Staaten der NATO haben ihre aggressive Kriegspolitik trotzdem fortgesetzt. Im Jahr 2008 unterstützten sie den georgischen Angriffskrieg im Kaukasus, im Jahr 2011 zerstörten sie Libyen, derzeit attackieren sie Syrien und bauen ein aufwendiges anti-russisches Raketensystem und gleichzeitig bereiten sie einen Angriffskrieg gegen Iran zum Vorrücken an die russische Südflanke vor.

Nachdem der amtierende russische Präsident Dimitry Medvedev im November in einer ersten Reaktion darauf ankündigte, unter anderem die russischen Raketenstreitkräfte zu verstärken, und die NATO-Staaten sich trotzdem nicht von ihren Kriegs- und Aufrüstungsplänen abbringen ließen, legt Vladimir Putin nun dar, wie Russland im Weiteren darauf reagieren wird.

Natürlich können wir nicht unsere internationale Position stärken und die Wirtschaft sowie die demokratischen Institutionen entwickeln, wenn wir nicht in der Lage sind, Russland zu verteidigen.

Wenn wir das Risiko kriegerischer Konflikte nicht einkalkulieren, sorgen wir nicht für die militärtechnologische Unabhängigkeit und bereiten uns nicht auf eine anständige und angemessene militärische Reaktion als letztes Mittel vor, um auf diese oder jene Herausforderungen zu reagieren.

Wir haben ein beispielloses Programm zur Entwicklung und Modernisierung der Streitkräfte und des militärisch-industriellen Komplexes Russlands verabschiedet und implementieren es. Insgesamt werden im nächsten Jahrzehnt zu diesem Zweck etwa 23 Billionen Rubel bereitgestellt.

23 Billionen Rubel, das sind umgerechnet zum Tageskurs rund 590 Mrd Euro oder etwa 780 Mrd US-Dollar, die Vladimir Putin in den nächsten zehn Jahren für die Modernisierung der russischen Streitkräfte und des militärisch-industriellen Komplexes ausgeben will. Umgerechnet sind das etwa 78 Milliarden US-Dollar jährlich. Das ist ein gigantischer Betrag, der größer ist als der gegenwärtige russische Verteidigungshaushalt, und der im internationalen Vergleich nur durch die noch viel gigantischeren Rüstungsausgaben der USA in den Schatten gestellt wird, deren jährliches Rüstungsbudget unter Barack Obama auf inzwischen etwa 700 Milliarden US-Dollar jährlich gestiegen.

Vladimir Putin sagt freundlich, aber glasklar, wozu diese gigantischen Ausgaben notwendig sind:

Die Welt verändert sich. Mit dem Prozess der globalen Transformation gehen unweigerlich einige Risiken einher, deren Charakter nicht vorhersehbar ist.

Unter anderem in Bezug auf Schocks der globalen Wirtschaft gibt es immer eine Versuchung, Probleme auf Kosten anderer zu lösen, durch den Weg des Drucks mit Gewalt. Es ist kein Zufall, dass es heute Stimmen gibt, die bald auch “objektiv” die Frage stellen, ob die nationale Souveränität nicht aufgehoben sein sollte in Bezug auf Ressourcen von globaler Bedeutung.

Dass es solche Möglichkeiten in Bezug auf Russland auch nur hypothetisch gibt, darf nicht sein. Das bedeutet, wir dürfen niemanden durch unsere Schwäche in Versuchung führen.

Mit der globalen Transformation und wirtschaftlichen Schocks ist selbstverständlich der Prozess gemeint, dass die NATO-Staaten, die USA voran, sich in einer schweren wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Krise befinden und die BRICS-Staaten, China voran, die NATO-Staaten von der Wirtschaftsleistung her in den nächsten zehn oder zwanzig Jahren aller Voraussicht nach überholen werden. Russland will mit der riesigen Investition in die eigene Verteidigungsfähigkeit verhindern, zum Opfer von Angriffen zu werden, die das im Niedergang befindliche American Empire in der Hoffnung der Aufrechterhaltung seiner Macht bereits führt und zukünftig noch führen könnte.

Mit der geplanten Modernisierung der russischen Streitkräfte macht Vladimir Putin den Strategen der USA, die derzeit auf dem Weg des Versuches sind, vor dem Zusammenbruch des US-Empires noch eben schnell den Rest der Welt zu unterwerfen, einen dicken Strich durch die Rechnung. Russland wird weiterhin die Idee verfolgen, sich asymmetrisch auf Bedrohungen vorzubereiten, also anstatt auf zur Dominanz geeignete teure und aufwendige Waffensysteme auf vergleichsweise preiswerte spezifisch zum Brechen der Dominanz entwickelte Waffensysteme setzen. Vladimir Putin schreibt:

“In den bevorstehenden zehn Jahren werden die russischen Truppen über 400 moderne ballistische boden- und seegestützte Interkontinentalraketen, acht strategische U-Raketenkreuzer, etwa 20 Mehrzweck-U-Boote, mehr als 50 Kampfüberwasserschiffe, zirka 100 Weltraumapparate militärischer Bestimmung, über 600 moderne Flugzeuge, inklusive der Kampfjets der fünften Generation, mehr als 1000 Hubschrauber, 28 Fla-Raketensysteme S-400, 38 Fla-Raketensysteme Witjas, zehn Raketensysteme Iskander-M, über 2300 moderne Panzer, ungefähr 2000 Selbstfahrlafetten sowie mehr als 17 000 Stück Kfz-Militärtechnik bekommen.”(Übersetzung RIA Novosti)

Während die USA auf teure und große Flugzeugträger setzen, setzt Russland auf vergleichsweise kleine U-Boote und schnelle Raketen, die große Flugzeugträger versenken können. Anstelle sich wie die NATO einen teuren Raketenabwehrschirm anzuschaffen, setzt Russland auf Raketen, die den Raketenabwehrschirm der NATO überwinden können. Es ist allerdings nicht so, dass Russland ausschließlich auf asymmetrische Waffen setzt. Russland wird auch Flagge zeigen. Vladimir Putin schreibt:

Unsere Marine hat ihre Präsenz in strategischen Bereichen der Ozeane wiedereingenommen, einschließlich im Mittelmeer. Eine solche Demonstration “der russischen Flagge” wird nun von Dauer sein.

Angesichts dessen, dass der einzige Mittelmeerhafen der russischen Marine in Syrien liegt, darf das sicherlich auch als ein Statement bezüglich der Frage gesehen werden, wie die Chancen der USA sind, Putins Zustimmung zum bereits intensiv mit Propaganda und Terror vorbereiteten Angriffskrieg gegen Syrien zu bekommen.

Für die Welt ist es ein Segen, dass die räuberischen Imperialisten der NATO von Russland ein klares Stoppschild gezeigt bekommen. Vladimir Putin tritt dem Schreckensszenario einer unipolaren Welt unter totaler Kontrolle gewissenloser US-Bankster mit dieem Plan entschieden entgegen. Weltpolitisch gesehen ist am Modernisierungsprogramm für die russische Armee außerdem von Bedeutung, dass Russland plant, den allergrößten Teil der neuen Hi-Tech-Waffen für die russische Armee selbst zu entwickeln und zu bauen. Durch die Modernisierung des russischen militärisch-industriellen Komplexes werden kleine Staaten, die sich nicht dem Diktat des US-Imperialismus unterwerfen wollen, voraussichtlich deutlich bessere Möglichkeiten bekommen, sich vor Angriffskriegen der USA zu schützen. Vladimir Putin hat in seinem Artikel klar gemacht, dass Russland den Export russischer Waffen als Erfolgskontrolle dafür betrachtet, wie gut die Modernisierung des russischen militärisch-industriellen Komplexes geglückt ist.

Die Alternative, Russland und China anstelle von USA und NATO als primären Partner für Sicherheit und Wirtschaft zu wählen, wird für Drittstaaten dadurch deutlich attraktiver. Die USA werden sich dem internationalen Wettbewerb um das attraktivere politische System stellen müssen und können ihn nicht dadurch aushebeln, dass sie ihre ideologischen Konkurrenten einschüchtern und in Angriffskriegen erobern, bis kein Konkurrent mehr übrig ist. Die Welt wird bis auf weiteres multipolar bleiben.

Die Ankündigung Vladimir Putins zur Modernisierung der russischen Armee ist von historischer Bedeutung. Nachdem die Sowjetunion aufgelöst wurde, hat Vladimir Putin nichts weniger angekündigt, als dass Russland den von der Sowjetunion geerbten Platz als eigenständige Weltmacht auch wirklich einzunehmen gedenkt. Die Bevölkerung der freien Welt darf sich freuen, zukünftig eine bessere Alternative zur Unterjochung durch die Knute von US-amerikanischen Sklavenhaltern geboten zu bekommen.

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