Warum es dorthin geht, wo es hingeht …

Theorie und Gedanken zur Contracting Fibonacci Spiral

Mein alter Geschichtslehrer aus der Oberschule sagte einmal: „Es ist beeindruckend, dass wir in einer Zeit leben, in der geschichtliche Dokumentierung so präzise und umfassend betrieben wird, dass die Menschheit aus den Fehlern vergangener Kulturen lernen kann. Als Gesellschaft machen wir es uns jedoch sehr einfach: Wir wiederholen dieselben Fehler und lernen nie von der Geschichte.“ Schon immer haben Regierungen versucht, die Massen zu manipulieren, damit die führende Elite mehr Macht und Kontrolle erlangen kann. Damals wie heute geschieht das durch Propaganda, ohne dabei größere Gedanken an die Zukunft zu verschwenden oder die historischen Konsequenzen in Betracht zu ziehen.

Propaganda, zensierte Nachrichten, Werbung mit effektiven psychologischen Tricks, um Käufer zum Kauf der beworbenen Produkte, etc. zu animieren – all das strömt heutzutage tagtäglich auf uns ein, wenn wir den Fernseher einschalten. Das unterbewusste Verhalten von Menschen kann auf diese Weise verändert werden, so dass menschliche Handlungen programmierbar werden. Das machte Hitler und das machten Führer und Regierungen seit Urzeiten. In Zeiten, in denen man auf Knopfdruck global kommunizieren kann, fällt es sogar noch einfacher, die Massen zu beeinflussen, ganz gleich, ob nun eine technische Spielerei verkauft werden soll oder eben die Abendnachrichten.

Das größte Problem unserer Gesellschaft ist jedoch, dass die Medieninhalte in den USA von 3 großen Syndikaten kontrolliert werden. In Kanada empfängt man zudem US-Fernsehsender, Sender aus Großbritannien und auch die staatlichen Sender Kanadas. Aber auch hier ist keiner immun gegen gefärbte Nachrichten. Die Medien sind ein Werkzeug der Unternehmen, und Unternehmen bekommen für ihre Visionen häufig Unterstützung durch politische Parteien; von den Unternehmen bekommen die Parteien wiederum finanzielle Unterstützung. Sollte sich schließlich eine Mehrheitsregierung formieren, kann diese ihre Entscheidungen ungestört treffen. Die beste politische Umgebung ist eine Minderheitsregierung, wo sich alle Interessen irgendwo in der Mitte treffen müssen.

Das Ende des letzten Satzes ist der Schlüssel zum Erfolg im Leben – „irgendwo in der Mitte“. Mäßigung in allen Lebensbereichen ist entscheidend, und mit Blick auf den menschlichen Herdentrieb ist dieser Mittelweg häufig verlorenen gegangen und verzerrt. Herdentrieb bedeutet auch, dass die Menschen von einem Extrem ins andere verfallen. So viele Menschen suchen „den Mittelweg“ wenn es ums Investieren geht, und „diese Gruppe“ wird wiederum von anderen benutzt, um die Urteilskraft „dieser Gruppe“ so zu verändern, dass sie möglicherweise die wahre Mitte falsch verortet. Der Einzelne wird den Mittelweg nicht annähernd korrekt beschreiten können, wenn er/ sie sich nicht im Kern von emotionalen Aspekten befreit. Aber allein das menschliche Wesen macht dies unmöglich, weil der Mensch seine Emotionen nicht wie ein Vulkan ausspucken kann.

Jeder Mensch fühlt irgendwelche Emotionen; am Aktienmarkt sind die grundlegenden Emotionen Gier und Angst und ein unendlich diverser Mix aus beiden. In der Bevölkerung wird es immer individuelle Einstellungen und Reaktionsmuster geben, aber im Kontext des gemeinschaftlichen, kollektiven Handelns ist die Orientierung am Durchschnitt all dessen entscheidend.

An diesem Zusammenhang sind Zyklen sehr wichtig. Tim Wood betreibt beispielsweise ausführliche Zyklenanalyse wie auch Clif Droke. Viele glauben, Zyklen würden nicht existieren und wären Hirngespinste. Für mich sind diese Menschen engstirnig, sie haben nicht den Grips zum rationalen Durchdenken von Sachverhalten. Die Erde dreht sich um die Sonne und in 23h 56 min um sich selbst – das sind Zyklen; die Gezeiten der Ozeane sind Zyklen wie auch der Tag-Nachtrhythmus der Menschen. Vor Jahren schlossen Forscher verschieden Messsonden zusammen und untersuchten den menschlichen Körpern auf verschiedene Wellenbereiche und –spektren, um eventuell Körpersignale zu empfangen. Sie fanden neben Herzschlag und Blutdruck noch ca. 6-8 andere zyklische Signale, die sie vorher noch nicht gekannt hatten.

Entdeckungen basieren auf Untersuchungsmethoden und dem Forschungsstand, welche Experimente möglich machen, mit denen sich neue Ideen und Vorstellungen austesten lassen. Das ist die Grundlage von Wissenschaft, Erforschung und Entdeckungen. Die Contracting Fibonacci Spiral – ein Zyklus, an dem sich die allgemeinen Aktienmarktindizes seit 1932 orientieren – ist eine Entdeckung, deren komplizierte Details noch erarbeitet werden müssen. Jeder Zyklus hat seinen eigenen Rhythmus – und dieser basiert auf den Fibonacci-Zahlenfolgen.

Sobald entschlüsselt wird, auf welchem Signal ein Zyklus aufbaut, kommt plötzlich die Klarheit. Eine Sache zur Contracting Fibonacci Spiral: Dieser Zyklus ist tief verbunden mit der Währungsmanipulation, welche alles bestimmt, sogar die zukünftige Bewertung von Gold und anderen Rohstoffen. Dieser Zyklus schlägt alle anderen und ich fordere Sie hiermit auf, diesen Zyklus selbst zu analysieren und diese Hypothese zu widerlegen.

Zyklen sind leidenschaftslos: Sie folgen ihren eigenen Rhythmen, solange sie nicht von externen Faktoren gezwungen werden, sich zu verschieben oder ihre Muster zu ändern. Einige Zyklen sind fest im Raum fixiert – so wie der Tag-Nachtrhythmus (genetisch) im Menschen. Genauso bräuchte es ein riesiges Ereignis, um die Erde auf ihrem Weg um die Sonne aus der Bahn zu werfen. Zyklen wie der Herzrhythmus, der Blutdruck, etc. hängen stark von äußeren Faktoren ab (interne Änderungen sind mit externen Änderungen verbunden – Ernährung, Kampf-Flucht-Reaktionen, Musik).

Die Elliott-Wave-Analyse versucht die Muster und Zyklen auf dem Gebiet des Aktienmarktes zu entschlüsseln und deren Funktionsweise quantitativ zu verfolgen. Alle, die diese Form der Analyse (oder jede andere Form der technischen Analyse) betreiben, bleiben dennoch meistens persönlichen Neigungen verhaftet, weil jeder eine Meinung hat. Es ist unmöglich, diesen Hang beseitigen zu wollen, solange die vielen verschiedenen Dinge, die für Ablenkung sorgen – so auch die persönlichen Meinungen anderer – nicht geblockt werden. Das kann nur mechanisch geschehen und ist sehr schwer. Neben anderen Dingen ist die Etablierung einer statistischen Basis hilfreich, um der Zyklenforschung eine Grundlage zu geben, welche Schlüsse zulässt.

Statistische Analyse ist ein der großen mathematischen Entdeckungen, die sich sehr für den Bereich der Wissenschaften eignet – und zwar um herauszufinden, ob ein Ergebnis statistisch signifikant ist oder nur eine Anomalie. Die Ergebnisse von Feldversuchen sind deshalb so wichtig, weil man letztendlich einen Daten-Pool erhält, der groß genug ist, um zu einem repräsentativen Durchschnitt oder Mittelwert zu gelangen.

Anhand dieses Mittelwerts kann man die Standardfehler, Standardabweichungen und die Kovarianz bestimmen. Davon ausgehend können T-Tests, Vergleiche verschiedener Varianzanalysen (ANOVA), oder Faktorenanalysen (Test mehrerer Faktoren auf vielen verschiedenen Ebenen, um auf Interaktionen zu schließen) benutzt werden, um eine Hypothese weiter zu stützen oder zu widerlegen. Das mag sehr kompliziert klingen, und es ist sehr kompliziert. Im Grunde braucht man eine Datenbasis, um jene Informationen zu bekommen, die eine stabile statistische Basis für die Bestätigung oder Zurückweisung einer Idee bieten.

Tim Wood ist als ein technischer Analyst im Rahmen der DOW-Theory bekannt, wobei anhand wichtiger Schlüsselkriterien festgestellt wird, ob gerade ein Bullen- oder ein Bärenmarkt läuft. Er verband die Zyklenforschung mit einer umfangreichen statistischen Basis, um Marktwendepunkte verorten zu können – und falls sich diese nicht einstellen, lässt sich die Investmentstrategie umgehend anpassen und entsprechend ändern. Der Zugang zu Daten ist also etwas Gutes! Je größer die Datenbasis, desto höher die Wahrscheinlichkeit und die Zuversicht, dass die Daten eine Behauptung bestätigen oder widerlegen.

Die Contracting Fibonacci Spiral ist ein zeitbasierter Zyklus, der nur die Markttops auf Grundlage der Fibonacci-Theorie vorhersagt. Das Problem mit der Zeit ist allerdings, dass sie sich nur in eine Richtung bewegt und nie wiederholt werden kann (gesetzt dem Fall, es gäbe zahlreiche Realitäten, so sind wir uns dennoch nur der einen bewusst und können nicht die anderen erschließen, um zu sehen „was hätten passieren können, wenn…“).

Die Datenbasis für diesen Zyklus ist also eher spärlich, und ich habe nicht wirklich Komparatoren gefunden (oder hatte keine Zeit für deren Auswertung). Wir haben 1966, 1987, 2000, 2008 und bald wohl auch Anfang 2013 als die einzigen verfügbaren Referenzdaten. Gegen Ende 2011 war der gemeinsame Kern menschlicher Emotionen ziemlich tumb – eher in Einklang mit dem sozialen Konsens, ohne Distanzierung, um die eigentlichen Verläufe beobachten zu können.

Alle stochastischen Modelle, Bollinger-Bänder und Elliott-Wave-Analysen, die ich durchführe, deuteten darauf hin, dass 2012 ein gutes Jahr wird. Aber so etwas wie die Contracting Fibonacci Spiral gehörte eigentlich nicht zu meiner normalen Arbeit – hier wurde nur eine sehr begrenzte Anzahl historischer Daten betrachtet und daraus ergab sich ein Muster. Hätte ich die Fibonacci-Theorie nicht gekannt, wäre mir dieses Muster gar nicht bekannt gewesen (ständiges Lernen und die Erweiterung des Wissens aufgrund der bestehenden Wissensgrundlage ist wichtig.)

Idealerweise sollte es viel mehr Beispiele geben, die bei der Quantifizierung dieses Zyklus helfen würden, aber bislang scheint er auch mit der begrenzten Datenlage quantifizierbar zu sein. Menschen haben ein Riesenproblem: Sie können nicht einsehen, dass der Mensch ein Teil der Natur ist und kein einzigartiges Geschöpf im Antlitz Gottes. Das wir der Natur entstammen, hat der menschliche emotionale Kern auch eine mathematische Grundlage, die mit der Contracting Fibonacci Spiral nachgewiesen wird. Erst kürzlich haben einige Wissenschaftler die mathematische Basis für das menschliche Sehen ausgearbeitet – es muss nur entdeckt werden. Zu wissen und zu akzeptieren, dass das menschliche Verhalten mathematische Grundlagen hat, ist ein tiefgreifender Schritt und es kann ungemein profitabel sein.

Wenn man die Begleiterscheinungen menschlichen Verhaltens zu einer bestimmten Zeit kennt, so kann man getrost den Herdentrieb ignorieren und sich auf das konzentrieren, was kommt. Das kollektive Verhalten von Menschen – oder Herdentrieb – entspricht recht genau dem Blick in den Rückspiegel – es gibt keinen Hinweis darauf, was vor uns liegt, sondern nur darauf, was hinter uns liegt. Das zu begreifen, ist sehr wichtig. Denn um zu einem Ergebnis gleich welcher Art zu gelangen, ist in erster Linie wichtig, Stör- und Nebengeräusche (Hintergrundrauschen) auszuschalten, seien sie nun elektronischer Natur, seien es Verzerrungen bei Umfragen oder das „Marktrauschen“ für diejenigen, die am Aktienmarkt Geld verdienen wollen.

Dieser Artikel wurde länger als geplant, aber die wichtige Aussage ist unter anderem folgende: Treten Sie Ihrer Umgebung offen und aufmerksam gegenüber – hier finden Sie das Kollektivverhalten, das den Weg in die Zukunft bestimmt, welcher, wen wundert es, mit vergangenen Ereignissen in Zusammenhang steht. Wenn die Contracting Fibonacci Spiral irgendwann zwischen 2020 und 2021 ihren Punkt der Singularität erreicht, kann noch nicht gesagt werden, was anschließend passieren wird.

Sollte sich das derzeitige Muster weiter bestätigen, dann werden wir vorerst in einem stagflationären Umfeld bleiben (Inflation und Deflation existieren gleichzeitig) – was nicht der strikt deflationären Sicht (Deflation! Deflation! Deflation!) von beispielsweise Mish entspricht. Nach 2020-2021 werden wir wahrscheinlich sehr starke Inflation erleben, die den DOW auf 200.000 treiben wird – zumindest wenn man der 1988 eingeführten Wellenzählung von Glenn Neely folg (er ist wahrhaftig einer der großen Markttechniker unserer Zeit).

Denken Sie daran, dass meine Hypothesen über die Ereignisse im Rahmen der Contracting Fibonacci Spiral Extrapolationen dessen sind, was schon passierte; an jedem Punkt dieses Zyklus wird sich der Verlauf der Ereignisse beschleunigen. Theoretisch dürfte es gewaltige Aufwärtsbewegungen an den Märkten geben, denen gewaltige Verluste folgen. Die Gold- und Silberpreise dürften steigen und dann wieder deutlich sinken, doch insgesamt dürften sie höhere Tiefs ausbilden. Bis zu den erwarteten Daten (die den Abonnenten vorbehalten bleiben) dürfte alles gut gehen und dann aber zusammenbrechen. Denken Sie daran, dass das Jahr 1987 ein wichtiger Punkt auf der Contracting Fibonacci Spiral war – es kam zu einer sehr deutlichen, schmerzhaften Korrektur. Sie war nur kurz und die Kurse schnellten anschließend wieder in die Höhe – 13 Jahre lang bis 2000. Was hätte das für das Top zu bedeuten, das Anfang 2013 ansteht?

Das darauf folgende Top steht für das Jahr 2016 an (genauere Informationen sind wiederum Abonnenten vorbehalten). Die Korrektur des Jahres 2013 würde also entweder kurz ausfallen, wie 1987, oder aber länger dauern – ein erneuter Aufschwung würde dann innerhalb dieser Spanne von drei Jahren folgen. Festzuhalten ist aber, dass es in diesem Zeitraum von 3 Jahren einen sehr kräftigen Einbruch gibt, dem eine sehr kräftige Erholung folgen wird.

Nach 2016 passiert dasselbe im Zeitraum von 2 Jahren, dann innerhalb eines Jahres – dann noch ein Jahr und dann kommt die Singularität – und dann wird es schlimm. Alle reden davon, dass das Jahr 2015 das wichtige Jahr wird. Martin Armstrongs Arbeit legt den Eindruck nah, dass der Einbruch 2015,75 kommen wird, und auch Jim Sinclair nennt einen solchen Zeitpunkt. Die Contracting Fibonacci Spiral legt nah, dass es länger dauert, als alle denken. Hier ist also ein Zyklus von oberer Ordnung mit extremen Auswirkungen am Werk – aber was, wenn er aus der Bahn gerät?

Dieser Zyklus würde dann „entgleisen“, sollte der Staat die Kontrolle über den Aktienmarkt und über alle Bereiche der Unternehmenslandschaft erlangen. Solche Kontrollmaßnahmen würden die menschliche Kollektivpsyche als Faktor unterbinden und ihre Wirkung im Keim ersticken – die Folgen wären ungekannte Aufstände und Unruhen – eine schwere Tragödie.

Wie schon zu Beginn des Artikels festgestellt wurde, schlägt die Menschheit meist den schwersten Weg ein, der aber häufig als der leichteste wahrgenommen wird. Meinem Verständnis des menschlichen Wesens zufolge werden wir 8 weitere, extrem schwierige Jahre lang auf dem aktuell eingeschlagenen Weg bleiben. Am besten man schwimmt mit – man sollte nicht gegen den Strom schwimmen und nicht gegen den Sturm anrennen. Der Contracting-Fibonacci-Zyklus kann für Gewinne und finanziellen Erfolg genutzt werden – oder er kann ignoriert werden, womit man sich aus finanzieller Sicht in Gefahr bringt. Der Ausbau der persönlichen Wissensgrundlage stärkt die Geistesschärfe bin ins hohe Alter (denken Sie nur an Richard Russell) und erlaubt das Treffen besserer Entscheidungen. Machen Sie die Welt des Wissens zur Ihrem persönlichen Labor für Experimente: Suche und Du wirst finden. […]

In diesem Artikel fanden viele Aspekte und Facetten Anklang, die einerseits meinen beruflichen Hintergrund widerspiegeln und andererseits zeigen sollen, warum dieser Zyklus so bedeutend ist.

© David Petch
http://www.treasurechestsinfo.com
http://www.goldseiten.de/artikel/128747–Warum-es-dorthin-geht-wo-es-hingeht-.html

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s