Menschenrechte als Propagandamittel

quelle: http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_frontpage&Itemid=1

Seit Tagen beherrscht der Fall des Chinesen Chen die Medien. Er ist mehrmals das Hauptthema der Tagesschau zur besten Sendezeit. Es scheint auf der Welt nach Ansicht der deutschen Medien- und Meinungsmacher keine größeren Probleme zu geben.

Die Leiden des Herrn Chen und seiner Familie sollen hier nicht klein geredet werden. Für ihn sind sie sehr bedeutend, denn sie betreffen ihn persönlich und direkt. Und wir als Nichtbetroffene sollten uns über sein Leid kein Urteil erlauben.

Dass es aber in der Welt dennoch größere Probleme gibt, ist sowohl den meisten Lesern als auch den Meinungsmachern bewusst. Und weil es diesen Meinungsmachern bewusst ist, denn sie sind nicht dumm, lässt das darauf schließen, dass es den Medien nicht um die Leiden des Herrn Chen geht, sondern um Anderes. Was dahinter stecken könnte, soll hier nicht der Gegenstand von Spekulationen sein.

Es ist es nicht wert, weil nach Timoschenko Chen kam und nach Chen wird sicherlich jemand anderes der Öffentlichkeit angeboten werden, mit dem die Menschen überzeugt werden können vom aufopferungsvollen Kampf des Westens für die Menschenrechte. Je inhaltsleerer und zweifelhafter dieser Show-Kampf wird, um so mehr scheint es, will man sich der Öffentlichkeit als einzigen Anwalt der Menschenrechte ins Bewusstsein bringen. Und Anhänger lassen sich immer noch genug finden, die sich missbrauchen lassen, Kriege zu unterstützen im Namen der Menschenrechte.

Oftmals sind es gerade solche Moralakrobaten, die die Verblendung unserer Vorfahren geißeln, weil diese sich haben gutgläubig in einen Krieg führen lassen, der für Ziele geführt wurde, die den Damaligen ebenso als höhere Ziele verkauft worden wie uns heute. Sie schütteln den Kopf über jene Enthusiasten, die sich in den ersten Weltkrieg haben führen lassen, um dort für Deutschlands Platz an der Sonne zu kämpfen. Sie schütteln ihre Köpfe über all jene, die in früheren Zeiten sich haben in Kriege führen lassen, deren Hintergründe sie heute nicht einmal verstehen, aber selbstgefällig verurteilen. Aber sie selbst sind fest überzeugt, dass sie sich niemals für so etwas hergegeben hätten und merken nicht, dass sie auf dieselben Methoden hereinfallen, wie ihre Vorgänger auch.

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