Im Aufwind

Die Pilatus-Werke erhielten aus Indien eine Bestellung von 75 Flugzeugen – einen der grössten Aufträge in ihrer Geschichte. Und demnächst soll der Vertrag für einen weiteren Grossauftrag unterschrieben werden.

«Das ist einer der grössten Einzelaufträge in der Geschichte der Pilatus Flugzeugwerke», sagt Max Ungricht, Chefredaktor des Aviatik-Magazins «Cockpit». «Mit dem Auftrag haben sie einen riesigen Fisch an Land gezogen.» Für 500 Millionen Franken bestellte die indische Luftwaffe bei Pilatus 75 Flugzeuge des Typs PC-7 MK II, die ab Ende 2012 ausgeliefert werden sollen. Zudem wurde ein Optionsvertrag für 30 weitere Flugzeuge unterschrieben. Würden zusätzliche Maschinen bei Pilatus bestellt, würden sie voraussichtlich in Indien gebaut, wie Pilatus-Chef Oscar Schwenk auf Anfrage sagte.

Ausserdem befindet sich der Stanser Flugzeughersteller laut Schwenk in Endverhandlungen mit Saudiarabien: 55 Flugzeuge des Typs PC-21 sollen ab 2014 an die Royal Saudi Air Force (RSAF) geliefert werden. Dies schrieb der britische Rüstungskonzern BAE Systems am Mittwoch in einer Mitteilung. Ob die Flugzeuge für die saudiarabische Luftwaffe in der Schweiz gebaut werden, lässt Schwenk offen. Pilatus werde voraussichtlich in den nächsten Tagen über den Auftrag mit Saudiarabien informieren, so der Firmenchef.

Grosse Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Zentralschweiz

Die indische Luftwaffe – die viertgrösste der Welt – ist für den Flugzeughersteller «ein enorm wichtiger Kunde», wie Oscar Schwenk sagt. Er freue sich, dass man «als kleine Schweiz und kleine Pilatus die gesamte Weltkonkurrenz schachmatt gesetzt» habe. Sollte der Deal mit Saudiarabien zustande kommen, wären dieser und der Indien-Auftrag «eine Bereicherung für die Flugzeugindustrie in der Schweiz», wie Max Ungricht meint. «Sowohl Pilatus als auch deren Zulieferer werden stark profitieren.»

Auch Felix Howald, Direktor der Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz, räumt den Flugzeugbestellungen eine hohe Bedeutung ein, sowohl für die Zentralschweiz als auch speziell für Nidwalden, wo Pilatus stationiert ist. «Die Aufträge zeigen, dass wir in der Zentralschweiz Firmen haben, die technologisch an der Spitze mitmischen, grosse Konkurrenten aus dem Ausland in den Schatten stellen und trotz starkem Schweizer Franken wettbewerbsfähig sind», sagt Howald auf Anfrage. Pilatus sei ein wichtiger Arbeitgeber, Know-how-Träger und Ausbildner von jungen Arbeitskräften.

neutral na ja…..

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