Gurkentruppe stürzt über Trojanisches Pferd

quelle: www.rottmeyer.de

(von Frank Meyer)

Da steht es, das trojanische Pferd – mitten auf dem Flur. Es war so groß, dass sogar der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages nun darüber gestürzt ist – wenige Tage nach der Bundestagsentscheidung zum Rettungsmonster ESM…

Es soll nun doch versteckte Risiken geben, meldet die WAZ-Gruppe und bezieht sich auf die schlaue und etwas langsam arbeitende Wissenschaftstruppe im Bundestag. Das Lesen des ESM-Vertrages hätte wahrscheinlich geholfen. Aber, welch glücklicher Zufall, dass das erst jetzt aufgefallen ist. Die Sache unter den Teppich zu kehren, wäre dringend angebracht, aber das Pferd ist zu groß und die Schläuche längst verlegt. Die Absaugstutzen passen.

Bald öffnen sich die Schleusen, um finanzielle Überschüsse, wenn überhaupt vorhanden, aus der deutschen Staatskasse in die Pumpstation ESM zu saugen – um dann im Süden des Kontinents verregne zu werden- außer, das Bundesverfassungsgericht stoppt alles noch, was einem Wunder gleichkäme.

Bei der Expertise aus dem Wissenschaftlichen Rat handelt sich um ein vertrauliches Dokument. Oha! Das war eigentlich nicht nötig. Die Experten hätten nur den ESM-Gesetzentwurf lesen müssen. Dort stand alles drin. Musste schnell gehen, denn der Euro war angeblich in Not und die Urlaubszeit nahe. Demnächst wird man vielleicht sogar im Geheimen darüber staunen, dass der ESM eine verschwiegene, geheime und anonyme Black-Box ist. Top Secret!

Wer im Vorfeld auf die Geheimnisse des ESM hingewiesen hat, wurde als Euroskeptiker und Anti-Europäer verschrien. Nun ist es zu spät. Wenn bei „Operationen“ des ESM Verluste auftauchen, kann das Stammkapital schnell wieder ausgeglichen werden. Deutschland mit seinen 27 Prozent Stimmrechtsanteil könne sich “letztlich gegen einen Kapitalabruf nicht sperren“. Na dann operiert mal los, Ihr Euroretter. Manche freuen sich heute schon, bald Millionär zu sein. Vielleicht klappt das.

Unsere Politiker haben den Weg frei gemacht – für südeuropäische Gefilde – auch wenn das Wetter zu wünschen übrig lassen wird. Und wenn Herr Brüderle wieder am Rednerpult im Bundestag steht und dann fragt: „Wer hat`s gemacht?“ könnten die Ja-Sager im Bundestag gemeinsam rufen – „Wir haben`s gemacht!“

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