Wenn es nicht Dummheit ist, ist es Berechnung!

quelle: the intelligence

Die USA und ihre „Freunde“ – das scheint eine never ending story zu sein. Mal Freund, mal Feind – je nachdem, wie man es grad braucht. Leider durchschauen die „Opfer“ das manipulative Spiel der Großmacht (oder jenen, deren Interessen die jeweiligen Marionetten-Präsidenten vertreten) noch nicht und somit ist es ein leichtes. Jene, die es durchschauen, sind Verschwörungstheoretiker.

Dabei ist doch nichts weniger leicht ausrechenbar: Man nehme einen israelisch stämmigen US-Amerikaner, lasse diesen eine Billigstproduktion eines verunglimpfenden Mohammed-Filmes namens „Die Unschuld der Muslime“ produzieren, und schon hat man einen Grund Kriegsschiffe vor Libyen zu stationieren. So einfach ist das!

Untermalt wird das ganze Szenario von einer entrüsteten Hillary Clinton, die all das gar nicht fassen kann und nach Worten ringt. Als sie Selbige wieder fand, sagte sie: „ausgerechnet in jenem Land, dem wir bei der Befreiung halfen.“ Apropos, damit ist natürlich der Angriff auf das US-Konsulat und die Tötung des US-Botschafters sowie drei weiteren Menschen gemeint.

Die USA hat Libyen bei der Befreiung geholfen – das darf man sich getrost noch mal langsam vor Augen halten. Wenn sie in Libyen überhaupt jemandem geholfen haben, dann waren es – wie in all den anderen nordafrikanischen Ländern auch – die radikalen Islamisten. Die USA treibt also die radikale Islamisierung im Mittleren Osten voran und wundert sich dann, dass radikale Islamisten auf die Barrikaden gehen, wenn ihr viel geliebter Prophet von einem Amerikaner durch den Dreck gezogen wird.

Wenn es nicht Berechnung ist, dann muss es Dummheit sein. Jeder halbwegs politisch interessierte und gebildete Mensch weiß, wer die Taliban zu dem gemacht hat, was sie heute sind. Als „Freunde“ wurden sie von den USA in eigenen Terror-Camps ausgebildet, um dem damaligen Feind Russland das Fürchten zu lehren. Auch Saddam Hussein war mal ein „Freund“ der USA, das gleiche gilt für Gaddafi.

Irgendwie scheint es eine liebsame Gewohnheit zu sein, seine „Freunde“ als späteres Feindbild aufzubauen. Das ist insofern praktisch, weil man dann im Fall der Fälle vor der Welt eine Träne zerdrücken und sagen kann: „Ausgerechnet in jenem Land, dem wir bei der Befreiung halfen …“ Und so traurig das alles sein mag, an dieser Stelle darf sich der wissende Leser vor lauter Lachen auf die Schenkel klopfen.

Mittlerweile sollen es aber ohnehin nicht die „befreiten“ Libyer, sondern Vertreter der Al Kaida gewesen sein, und von wo aus die gesteuert werden, weiß der mündige Bürger mittlerweile auch. Also eine Inszenierung, wie sie Hollywood nicht besser hingekriegt hätte. Noch dazu am 11. September. Von einem „Jubiläumsangriff“ ist dabei die Rede. Wäre das alles nicht so traurig, wäre es derart lächerlich, dass man die ganze Sache eigentlich ignorieren sollte. Aber wie, wenn sich Kriegsschiffe auf den Weg in die ohnehin krisengeschüttelte arabische Welt machen.

Irgendwie passt das alles schön zusammen, das Kriegsgetöns zwischen Israel und dem Iran und dem Libanon, Syrien – wo sich die radikalen Islamisten (auch Rebellen genannt) trotz aller westlichen Unterstützung nicht und nicht durchsetzen können, die nicht enden wollenden Proteste in Tunesien und Ägypten (bei denen die USA natürlich überhaupt keine Rolle spielten) und nun auch noch die Aufregung um einen dämlichen Film, den ein noch viel dämlicherer Mensch gedreht hat und den Youtube natürlich nicht von der Seite nehmen will, weil schließlich jeder seine Meinung äußern darf, so schwachsinnig kann die offensichtlich gar nicht sein. Man mag von Mohammed halten, was man möchte, aber was es für gläubige Moslems bedeutet, ihren Propheten als sexgierigen Mörder zu verfilmen, das sollten sich auch die Dümmsten unter der Sonne ausrechnen können. Und wenn es nicht Dummheit ist, dann ist es Berechnung.

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