Angeblicher Selbstmord des Hauptangeklagten im indischem Vergewaltigungsprozess

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Die Protestaktion einer jungen indischen Demonstrantin führte durch Folterung und Gruppenvergewaltigung zu ihrem brutalen Tod. Wenige Monate nach diesem abscheulichen Akt wurde der Hauptangeklagte leblos in seiner Gefängniszelle vorgefunden. Nach Aussagen der indischen Polizei habe sich Ram Singh mit seinen Kleidungsstücken erhängt.  Sein Verteidiger mutmaßt eine Verschwörung. Der Angeklagte war mit weiteren Straftätern in einer Zelle inhaftiert.

Den insgesamt sechs Angeklagten der Vergewaltigung und des Mordes wird in Indien der Prozess gemacht. Zurzeit werden Zeugen vernommen, die öffentliche Empörung über den brutalen Übergriff auf die junge Inderin ist groß. Seit diesem Verbrechen mehren sich die Demonstrationen für die Rechte von indischen Frauen. Auch im Gefängnis selbst drohen den Beschuldigten, Gewaltübergriffe durch andere Häftlinge. So sieht es auch der Strafverteidiger des toten Angeklagten. Er behauptet in diesem Fall eine Täterschaft der Insassen auch auf Anweisung der Gefängnisleitung und den Wärtern. Die Überwachung der Verbrecher geschieht ohne Videoaufzeichnung, die Gefängniswärter übernehmen die Beobachtungen aller Vorkommnisse. Sein Mandant habe bis zuletzt keine Anzeichen von einer Selbsttötungsabsicht erkennen lassen, vielmehr berichteten alle Angeklagten von andauernden Gewaltübergriffen der Mithäftlinge, deren Handlungen durch die Polizei ungeahndet blieben. Die Tatsache, dass sich 33-jährige Hauptangeklagte nicht alleine in der Zelle befunden habe, schüre die Absicht eines Mordes.

Sprecher des Gefängnisses behaupten hingegen, der Tote sei zuletzt in seinem Verhalten auffällig und depressiv gewesen. Selbiges gelte auch für die anderen Angeklagten, sie befinden sich unter ständiger Beobachtung des Überwachungspersonals.

Fünf der sechs Angeklagten stehe der Prozess wegen Mordes bevor. Der sechste Täter muss sich vor einem Jugendgericht verantworten, da er noch nicht volljährig ist, drohen ihm Freiheitsstrafen in relativ geringem Ausmaß. Im Dezember letzten Jahres wurde eine junge Frau in einen Bus geschleift, dort von den Beschuldigten so stark misshandelt und missbraucht, dass die Inderin wenige Wochen nach der Vergewaltigung als Folge ihrer Verletzungen verstarb. Der nun zu Autopsie freigegebene Angeklagte und Hauptbeschuldigte soll der Fahrer und Initiator des Mordes gewesen sein. Dem Verbrechen folgte eine Welle der nationalen und  auch internationalen Empörung. Viele indische Frauen suchen inzwischen in Selbstverteidigungskursen Schutz vor sexuellen Übergriffen und weiteren Akten der Gewalt.

Bildquelle: Wikipedia /Wikimedia – Soman (talk | contribs) CPI(M) rally in Agartala, Tripura. Photo: ~~~

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